Januar 1682 erbittet Konrad Breitenbrunner, ein verschlossen und grimmig wirkender junger Offizier, seine Entlassung aus dem brandenburgischen Heer. Er will in kaiserliche Dienste treten. Kurfürst Friedrich Wilhelm wird Kaiser Leopold gegen die Türken nicht zu Hilfe kommen und Breitenbrunner will keine Minute des Krieges mit dem Volk, das seine Familie auf dem Gewissen hat, versäumen.

April 1683 schickt ihn der Kommandeur des kaiserlichen Regimentes Württemberg nach Wien (das damals "Der Goldene Apfel der Deuschen" genannt wurde) zur Quartiersuche. Dort macht er Bekanntschaft mit der spanischen Libertine Maria Carmen und dem freigeistigen Humanisten Julius Schönberger. Verliebt und ein wenig offener geworden kehrt er zum Regiment zurück. Zu seinem eigenen Erstaunen schließt er Freundschaft mit Hauptmann Joachim Beck, den er wegen seiner Alkoholexzesse und Betrügereien beim Kartenspiel bisher verachtet hatte.

Der kaiserliche Heerführer Karl von Lothringen beginnt eine erfolglose Offensive gegen türkische Festungen. Vor dem anrückenden überlegenen Feind zieht er sich auf Raab (Györ), eine starke ungarische Festung, zurück.

Großwesir Kara Mustafa hat den Krieg von langer Hand vorbereitet. Der ungarische Rebell Imre Tököly wird ihm fünfzehntausend Soldaten bringen und Ludwig XIV. in seiner Rolle als stiller Verbündeter kaiserliche Truppen am Rhein binden. Einer der vielen in seinem Heer dienenden Veteranen ist der Rottenführer Sary (der Blonde) Mihail. Nach außen ein perfekter Krieger, im Inneren ein verunsicherter Mensch. Er leidet seit der Kindheit unter Amnesie. Im multiethnischen Lager vor Belgrad fahndet er nach Hinweisen auf seine Herkunft.

Die Hoffnung Karl von Lothringens, die Türken bei Raab aufzuhalten, wird durch einen Verrat ungarischer Generäle zunichtegemacht. Kara Mustafa umgeht seine Stellung und zieht direkt auf Wien los. Dem kaiserlichen Heer bleibt gerade Zeit für einen halbwegs geordneten Rückzug.

Breitenbrunner kehrt mit dem Heer zurück nach Wien. Tausende sind vor den Türken geflohen, auch Mari Carmen. Am Morgen des 14. Juli rückt der Feind in unüberschaubarer Zahl an. Zwei Gefolgsleute Tökölys legen am Nachmittag Feuer beim Kaiserlichen Arsenal. Erst fliegt ein Pulverdepot und dann der große Pulverturm in die Luft. Stadtkommandant Starhemberg ignoriert die Kapitulationsaufforderung des türkischen Heerführers.

Ohne das Pulver ist die Artillerie der Verteidiger eine lahme Ente. Die Türken beginnen das komplexe Verteidigungsnetzwerk systematisch aufzurollen. Breitenbrunner wird wegen seiner Bravour zum Obristleutnant befördert. Im Offiziershaus geht es trotz der angespannten Lage oft wüst zu. Breitenbrunner übernimmt die Pflichten des Hausherren und stellt Marie Carmens Zofe Ursula ein. Ursula legt es darauf an, seine Geliebte zu werden, was ihr spielend gelingt.

Mihail wird zum Obersten ernannt und kauft auf dem Sklavenmarkt eine junge Deutsche, Grete. Schon bald untergräbt ihre Beziehung seine bislang untadelige Moral als Janitschar und Muslim.

Mitte August ist die Situation der Belagerten so hoffnungslos, dass ein aus kaiserlichen und bayrischen Truppen zusammengesetztes Heer anrückt, ohne auf die verbündeten Polen und Sachsen zu warten. Am Ende des zweiten Tages hat sich das in arger Unterzahl kämpfende kaiserlich-bayrische Heer zu Tode gesiegt. Die Türken bereiten nun den Generalsturm auf Wien vor. Ursula entwickelt einen Plan wie sie ihre Haut retten können: Sie wollen das spanische Botschafterpaar mimen. Beck soll den Lakaien spielen. Doch Beck wird tödlich verwundet. Breitenbrunner schleppt den Sterbenden auf seinen Schulter weiter und wird von ungarischen Sturmtruppen gestellt. Mihail unterbricht den ungleichen Kampf und lässt den verletzten deutschen Offizier, der ihm verblüffend ähnlich sieht, in sein Zelt schaffen.

Das befürchtete Blutbad nach der Eroberung Wiens bleibt aus. Der Großwesir will dem Sultan den Goldenen Apfel in seiner ganzen Schönheit überreichen. Als Höhepunkt einer großen Siegesfeier weiht Sultan Mehmed den Stephansdom beim Freitagsgebet zur Moschee.

Als seine Wunden verheilt sind, flüchten sie mit Grete aus dem Lager ins Alpenvorland. Obwohl sie einander nach einem schwierigen Anfang ans Herz gewachsen sind trennen sich hier ihre Wege. Mihail und Grete nehmen die Strasse nach Süden, um fernab des Krieges ein neues Leben zu beginnen, Breitenbrunner will weiter gegen die Türken kämpfen. Am Sylvesterabend 1683 trifft er den jungen Prinz Eugen von Savoyen, der in einem großen Gefecht das Rebellenheer Tökölys besiegt hat. Der einzige zählbare Erfolg in einem katastrophalen Jahr. Wien ist verloren, die christliche Allianz zerschlagen und der exkommunizierte Ludwig XIV. macht offen gemeinsame Sache mit den Türken. Freudig nimmt Breitenbrunner Eugens Anbot an, eines seiner neuen Regimenter zu kommandieren.

Glaubwürdig und mit verblüffendem Detailwissen zeichnet der Autor Alfred Stabel einen alternativen Kriegsverlauf und zeigt dabei, wie leicht die Geschichte des Abendlandes hätte anders verlaufen können.

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"Point of divergence" (Die Stelle, in der im Roman von den historischen Gegebenheiten abgewichen wird)